Klangvolle Aufführung von Telemanns "Donnerode"

© Jürgen Schäfer
Veröffentlicht von Jürgen Schäfer am So., 7. Okt. 2018 19:37 Uhr
Konzerte Kirchenmusik

Zum Abschluss der Hasper Kirchenmusiktage führte die Kantorei Haspe am Sonntagnachmittag zusammen mit einem Projektchor und der Konzertvereinigung Düsseldorf zunächst Bachs Kantate "O Ewigkeit, du Donnerwort" und dann als Höhepunkt Telemanns Kantate "Die Donner-Ode" vor einer gut besuchten Hasper Kirche auf.

Als Solisten waren Jennylee Mey, Anna-Maria Kawatzopoulos, Niels Hientzsch, Marvin Weigert und Manfred Bühl aktiv.

Die "Donnerode" entstand aufgrund des Erdbebens von Lissabon am 1.11.1755. Ein Erdbeben mit anschließendem Tsunami zerstörte weite Teile der Stadt Lissabon und forderte ca. 40.000 Todesopfer. Als die Nachricht von der gewaltigen Katastrophe etwa einen  Monat später in Hamburg eintraf, entstand aus dort die Angst vor einer ebensolchen Katastrophe. Hatte Gott hier seine strafenden Einflüsse geltend gemacht? Würde er auch Hamburg auf diese Weise heimsuchen?

So komponierte Telemann für den vom Hamburger Rat angesetzten Buß- und Betrag am 11. März 1756 die Donnerode als musikalische Verarbeitung der Naturkatastrophe von Lissabon.

Eine wundervolle Aufführung mit souveränen Solisten und einer klangstarken Kantorei  verstärkt durch den Projektchor. Kantor Markus Klein, der das Projekt organisiert und dirigiert hat, konnte am Ende aufatmen. Es war eine hörenswerte Aufführung und eine Höhepunkt der Kirchenmusiktage in Haspe und im Kirchenkreis.

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Bildnachweise: